Stralsunder Hefte für Geschichte, Kultur und Alltag

Herausgegeben von: Stadtarchiv Stralsund, Kreisvolkshochschule Vorpommern-Rügen & Druck- und Verlagshaus Kruse 

2022

 Septemberausgabe


2022

Märzausgabe 


2021 

Septemberausgabe 


Die Septemberausgabe der Stralsunder Hefte für Geschichte, Kultur und Alltag ist im Druck- und Verlagshaus Kruse erschienen 

Auch in der neuen Ausgabe der Stralsunder Hefte erwartet Sie wieder eine vielfältige Themenauswahl. Erfahren Sie mehr über zwei Persönlichkeiten der Stralsunder Sportgeschichte, über ein Tierasyl im einstigen Naturmuseum, unbekannte Details aus dem Leben der zweiten Ehefrau von Gerhart Hauptmann, die Geschichte der ersten Repliken des Hiddenseer Goldschmuck, ein Unglück vor der Prerower Eisküste, das Pfarrhaus von St. Spiritus in Stralsund, die Geschichte der Schienenverbindung von Berlin nach Stralsund und die Eröffnung der Städtischen Badeanstalt in Stralsund vor 100 Jahren. 
Viel Lesenswertes zum Preis von (nur) 12,00 € je Heft.

Die Märzausgabe der Stralsunder Hefte für Geschichte, Kultur und Alltag ist erschienen 

Rezension im Stralsunder Blitz am Sonntag vom 20. März 2022 
(Verwendung mit freundlicher Genehmigung des Autors, des Mecklenburger Blitz Verlag und Werbeagentur GmbH & Co. KG und der Redaktion des Vorpommern-Blitz)


aus(gelesen) - von Jürgen Blümel
Stralsunder Hefte - 2022 Märzausgabe


Die neueste Ausgabe der "Stralsunder Hefte für Geschichte, Kultur und Alltag" sollte ursprünglich einen reinen Inhalt zur Aufarbeitung der Geschichte von Frauen in Stralsund und Umgebung leisten, wenn, ja wenn da nicht wieder die Männer wären. Zwei Beiträge kommen diesem Anspruch nicht nach! Da wäre zu nennen jener über den Oberst Heinrich Holk, seines Zeichens Befehlshaber des dänischen Hilfscorps für die Stralsunder Verteidiger während der Belagerung der Stadt durch Wallensteins Truppen im Jahr 1628, aufgeschrieben von Bodo Bernatzki und da wäre noch die Spurensuche von Frank Hoffmann, nach den ehemaligen Stralsunder Schulgebäuden in den Nikolai-, Marien- und Jakobiquartieren, denn jede Kirchgemeinde verfügte über eine eigene Schule, als es noch keine staatlichen Schuleinrichtungen in Stralsund gab. Ansonsten berichten acht Beiträge über Frauen, die mit Stralsund auf das engste verbunden sind. Dabei reicht die Spanne von der "quicklebendigen Kneiperin" Hanni Höpner, die sich von einer Cafékellnerin in Halle-Neustadt zum "echten" Stralsunder Original entwickelte. Zu den weniger bekannten Frauen Stralsunds zählt die gehörlose Dichterin Gustava von Haselberg, die couragierte Malerin Katharina Bamberg, die Schwedin Astrid Dibbelt - Ehefrau des Begründers des Stralsunder Naturkundemuseum Otto Diebbelt. Dr. Hans-Joachim Hacker untersucht, wie sich das Wahlrecht für Frauen auch in Stralsund niederschlug. War es ein Buhlen um die Stimmen der Frauen, was 1918 / 1919 in Stralsund vorging oder wollten die Frauen wählen? Charlotte von Kathen, Gutsherrin auf Rügen, ist eine Wanderin zwischen den Zeiten, wie die Autorin Jutta Neuper vermerkt, denn geboren in Berlin zur Zeit der Romantik, bildete sie am Beginn des 19. Jahrhunderts den "Götemitzer Kreis" und findet sich zum Ende ihres Lebens in der Zeit Preußens wieder. Als Mutter von neun Kindern und Frau eines Rügener Gutsbesitzers standen weit mehr Pflichten an, als sich nur mit Geistesgrößen aus dem vorpommerschen Umfeld auszutauschen. Die Abhandlung gibt detaillierte Einblicke. Das Thema "Mörderin" aus dem Kreise der Frauen greift Dr. Andreas Neumerkel, wie zu erwarten, auf. Doch bei Maria Flint geht es nicht nur um die bereits bekannten "Tatsachen", sondern auch um die Trennung von Wahrheit und Erfindung. Das Flint´sche Thema greifen dann noch einmal die "Mitteilungen aus dem Stadtarchiv" auf, in dem dort über die 25jährige Kindsmörderin Sarah Heinisius berichtet wird, die in der "engelsgleichen Mörderin Flint" ihr Vorbild sah. Dreizehn Jahre später folgte sie ihr, zwar nicht engelsgleich, doch aber auf den Richtplatz. Dieses Heft ist wieder eine sachkundige Veröffentlichung zur regionalen Geschichte, wie alle vorherigen Hefte insgesamt. Einige Ausgaben der letzten Jahre sind noch vereinzelnd erhältlich, die ersten Ausgaben jedoch restlos vergriffen. Die Hefte, so lies der Verlag wissen, sind auch zu begehrten Sammelobjekten in Übersee geworden. Lob muss man den Machern des Heftes unumwunden zugestehen, sei es dem Layout von Jörg Matuschat oder der Zusammenstellung durch das Druck- und Verlagshaus Kruse. Beteiligt sind auch das Stadtarchiv Stralsund und die Kreisvolkshochschule Vorpommern-Rügen. Letztere mit einigen Hinweisen auf  vielversprechende Themenkreise künftiger Vorträge. Zu haben ist das Heft unter ISBN 978-3-95872-080-0 und ab sofort im Buchhandel.

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